Coaching-Ausbildung als neue Perspektive?


Coaching-Ausbildung als neue Perspektive?

Nicht immer braucht es gleich einen Therapeuten: Bei milderen Leiden und Problemen im Leben kann auch ein Coach Hilfesuchende dabei unterstützen, wieder "auf Kurs" zu kommen. Wer die persönlichen Voraussetzungen mitbringt, kann mittels einer Coaching Ausbildung Fertigkeiten und Methoden erlernen, um als professioneller Coach Karriere zu machen.

Der übliche Ausbildungs- und Studienweg erfordert ein hohes Maß an Disziplin. Wissbegierige bringen diese mit. Allerdings haben immer mehr Menschen keinen Zugang zu diesen vermeintlich hochrangigen Berufen. Sie ergreifen in der Folge meist fachverwandte Ausbildungsberufe, die Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Bereits nach einiger Zeit bemerken sie: Sie erhalten bezüglich Gehaltes und Anerkennung nie, wonach sie streben. Nicht selten endet diese Erkenntnis in einer Sinnkrise. Wie wäre es mit einer Alternative zum üblichen Karriereweg? Mit einer Coaching Ausbildung ist das möglich.

Die Coaching Ausbildung - wichtige Grundlage für Seriosität

Die Arbeit eines Coaches schließt viele persönliche Fähigkeiten ein. Einige Menschen glauben, dass ein ausgeprägtes Maß an Sozialkompetenz ausreicht, um als Coach arbeiten zu können. Andere hören ihren Freunden gerne zu und glauben deshalb ein guter Coach zu sein. Doch so einfach ist es nicht. Die Arbeit des Coaches schließt zahlreiche persönlichen Fähigkeiten wie

● Selbstvertrauen
● Selbstbewusstsein
● Selbstsicherheit
● Kontinuität
● Eigenreflexion
● Bestimmtheit
● Lösungsorientiertes Verhalten
● Analysefähigkeit
● Umfassende Erfahrung
● Mitgefühl und Weiterbildungswille

mit ein. Darüber hinaus benötigen Coaches Techniken, die sie in ihrer Beratung anwenden können. Das ausschließliche Zuhören bei Problemen bietet keine Lösung für Klienten. Viel wichtiger ist es, zu wissen wie man helfen kann, die Eigenenergie des Klienten fördert und ihn dazu anregt, sich wieder autark und sicher zu fühlen. Leider gibt es viele Menschen, die sich blindlings als Coach versuchen und ohne Ausbildung an die Tätigkeit gehen. Die Folge kann sein, dass Klienten den Coach über Jahre aufsuchen, ohne adäquate Hilfe zu erhalten. Womöglich bemerken sie selbst dies meist erst spät. Eine gute Ausbildung liegt in der Verantwortung des Coaches, um Ratsuchenden eine professionelle und hilfreiche Leistung anbieten zu können.

Coachen macht viel Freude

Das Coaching verzeichnet - sofern von einer kompetenten Person durchgeführt - auch bei schwierigen Problemen schnelle Erfolge. Die Arbeit ist daher äußerst Sinn gebend. Anderen Menschen Hilfe zu leisten, bedeutet auch ein Stück weit Eigenhilfe. Viele sehnen sich nach einer psychologischen Tätigkeit. Sie wollen ihr Wissen weitergeben. Zudem blühen sie regelrecht auf, wenn andere Menschen von ihrem Erfahrungsschatz Gebrauch machen können. Es ist also für viele Menschen naheliegend dieses Hobby zum Beruf zu machen.

Das Problem: Noch immer gibt es viele Menschen, die die Lösung von Alltagsproblemen im Besuch bei einem Psychotherapeuten suchen. Leider sind Therapieplätze sehr begehrt und vielerorts schwer zu bekommen. Vor allem aber ist der Besuch bei einem Psychotherapeuten auf die Behandlung psychischer Erkrankungen ausgerichtet.

Geht es jedoch um mildere Leiden und Alltagsprobleme, deren Bewältigung aber ebenfalls professionelle Hilfe erfordert, sind die Fähigkeiten und Kenntnisse eines Coach oder Psychologischen Beraters gefragt. Zu solchen Problemen gehören zum Beispiel Trennungsangst und Trennungsschmerz, Verlustangst, Eifersucht, Mutlosigkeit, Motivationslosigkeit, Prokrastination und die Frage nach dem Sinn im Leben. Hier hat sich gezeigt, dass die Methoden professioneller Coaches gute Erfolge erzielen.

Die Frage des Geldes

Viele stellen zuerst die Frage nach den monatlichen Einkünften von Coaches. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Höhe der Einnahmen hängt von vielen Faktoren und nicht zuletzt von Zulauf und Umfang des Arbeitseinsatz des Coaches ab. Außerdem spielt der Sitz des Coaches eine Rolle sowie der Personenkreis, die der Coach anspricht. Widmet er sich gefragten Themen, die viele in der Gesellschaft betreffen, wird er eher Zulauf erfahren. Macht er seine Arbeit gut, spricht sich dies meist schnell rum und der Coach erhält durch Empfehlungen weiteren Zulauf.

Außerdem ist es für den Coach sehr wichtig Werbung zu betreiben. Da es immer mehr Coaches in verschiedenen Sektoren gibt, muss die Werbung aktuell gehalten und stets angepasst werden. Das erfordert den Einsatz eines Marketing Managers. Wer seine Coaching Tätigkeit ausschließlich online ausüben will, muss für die Werbung tiefer in die Tasche greifen. Doch der Aufwand lohnt sich und bringt unter Umständen passives Einkommen hervor. Passives Einkommen entsteht aus Produkten, die einmal hergestellt werden, digital verfügbar sind und so stets erneut gekauft werden können. Ein digitaler Coaching Kurs ist ein gutes Beispiel dafür.

Coaches als Angestellte oder Selbstständige?

Coaches arbeiten meistens auf selbstständiger Basis. Den Weg aus dem gesicherten Angestelltenverhältnis in Richtung der unsicheren Selbstständigkeit einzuschlagen, ist für viele Interessierte nur bedingt möglich. Gewisse monatliche Ausgaben und Kosten wie die Krankenkassenbeiträge erhöhen sich in der Selbstständigkeit. Benötigt der Coach ein Büro oder eine Praxis als Berater, so kommen weitere Kosten auf den Coach zu. Viele wollen sich daher nicht selbstständig machen. Allerdings gibt es nur wenige Firmen, die professionelle Coaches direkt einstellen.

Die Selbstständigkeit ist ohnehin die bessere Wahl - zumindest langfristig. Es sollte jedoch Geld im Background vorhanden sein. Ansonsten ist es sehr schwer als Coach Fuß zu fassen. Das Problem beginnt bereits nach der Ausbildung. Viele Weiterbildungsangebote im Bereich des Coachings sind nicht der preisgünstigen Kategorie zuzuordnen. Auch die Anmietung einer Gewerbeeinheit ist oft kostenintensiv. Das gilt vor allem dann, wenn die Praxis in Metropolen sein soll. Ein Tipp: Wer seine Coaching Tätigkeit zunächst ausschließlich über das Internet anbietet, hat trotz der Werbekosten geringere Ausgaben.

Zukunftsaussichten des Coaches

Die Berufsaussichten des Coaches sehen sehr gut aus. Der Bedarf an beratenden Angeboten intensiviert sich auch in der Zukunft. Viele Menschen arbeiten im Hamsterrad und sehen sich ständig mit Stress konfrontiert. Um nicht dauerhaft krank zu werden, brauchen sie eine schnelle Lösung. Der Ausstieg aus dem Berufsleben ist für sie keine Option. Genau an dem Punkt setzt die Arbeit des Coaches an. Er unterstützt die Klienten dabei, die Situation in den Griff zu kriegen. Auch kann er dabei helfen, Alternativen zum gewählten Lebensmodell zu finden.

Abgesehen vom Thema Stress gibt es viele schwere Belastungen auf dem Lebensweg, mit denen Menschen klarkommen müssen. Arbeitslosigkeit, Trennung vom Partner oder der Verlust eines geliebten Menschen können Betroffene in ihren Bewältigungsstrategien überfordern und Hilfe von Außen nötig machen. Aber auch gesteigerte Ängste, fehlende Perspektiven oder quälende Sinnfragen können mit Hilfe eines Coaches bearbeitet und gelöst werden.

Wer in den Beruf einsteigt, sich weiterbildet, Freude an der Tätigkeit und ausreichend Engagement mitbringt, wird auch in Zukunft erfolgreich sein und entsprechende Einnahmen erzielen.


20.08.21
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