Zwischenprüfung Teil 2


So läuft die Zwischenprüfung

Bei der Zwischenprüfung handelt es sich um eine zwei bis dreistündige schriftliche Prüfung. Dabei geht es um theoretisches Wissen aber auch um schriftliche Aufgaben zu praktischen Tätigkeiten, die Gegenstand deiner Ausbildung sind. Häufig gibt es auch einige Aufgaben bei denen aus einer Auswahl die richtigen Antworten angekreuzt werden müssen (sogenannte Multiple Choice Aufgaben). Abgelegt wird die Zwischenprüfung vor der Handwerks- oder Handels- und Industriekammer. Der ausbildende Betrieb meldet die Azubis schon bei Beginn der Ausbildung dafür an. Die Kammern verschicken dann eine Einladung zu der Zwischenprüfung. Spätestens zwei Wochen vorher, weiß man dann genau Bescheid, wann es soweit ist. In der Regel ist es so, dass zum Prüfungstermin der Zwischenprüfung auch das Berichtsheft abgegeben werden muss. Ordnungsgemäß geführt und unterschrieben versteht sich. In der Berufsschule wird gründlich auf die anstehende Zwischenprüfung vorbereitet. Der Betrieb stellt seinen Azubi an dem Prüfungstermin frei.


Eine Chance statt Grund zur Panik

Die Prüfungsergebnisse der Zwischenprüfung gehen an die Berufsschullehrer und den ausbildenden Betrieb. Die kennen dann den Zwischenstand ihres Azubis. Vor allem aber weißt du selber, wie es um deinen Kenntnisstand bestellt ist und was es bis zur entscheidenden Abschlussprüfung zu tun gibt. Auch ist es gar nicht schlecht, diese Prüfungssituation durch die Zwischenprüfung schon einmal geübt zu haben. Wer bereits für die Zwischenprüfung lernt, hat auch schon Erfahrungen damit, wie es sich organisieren lässt, neben der Arbeit der Ausbildung noch zu lernen.
Auch wenn du bei der Zwischenprüfung weder durchfallen kannst, noch deswegen „sitzen bleibst“ oder dir die Abschlussnote ruinierst – ernst nehmen, sollte man diese Prüfung dennoch. Schließlich ist die Zwischenprüfung die einzige Gelegenheit sowohl einen verlässlichen Kenntnisstand der eigenen Ausbildung zu erfahren, als auch die Prüfungssituation zu üben. Auch wenn der Betrieb keinen Azubi wegen schlechter Ergebnisse in der Zwischenprüfung rauswerfen kann – ziemlich unangenehm dürfte es schon sein, wenn der Chef schriftlich über die mangelnden Kenntnisse seines Azubis informiert wird. Also besser schon bis zur Halbzeit für Treffer sorgen.

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