Ausbildungsabbruch

Letzter Ausweg - Ausbildungsabbruch?

Jede vierte Ausbildung in Deutschland wird vorzeitig beendet. Häufiger entscheiden sich Azubis für einen Abbruch, als Betriebe Azubis entlassen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein Abbruch sollte gut überlegt und eine Kündigung der letzte Schritt sein.

Ausbildung, Verlauf, Abbruch, Umorientierung, Betrieb Wechsel

Es gibt vielfältige Gründe, warum Azubis ihre Ausbildung vorzeitig beenden. Häufig ist die Unzufriedenheit im Betrieb ausschlaggebend: mit dem Ausbilder gibt es Probleme, man lernt da gar nicht richtig was oder die Tätigkeit will nicht so recht Freude bereiten. Auch Schwierigkeiten in der Berufsschule – mit Lehrern oder Mitschülern – können Auslöser für den Wunsch eines Ausbildungsabbruchs sein. Häufig ist auch der Berufsalltag und die Realität des Jobs Schuld am Aufkommen dieses Wunsches.

Das Wichtigste: bloß nichts zu überstürzen. Eine Kündigung sollte immer der letzte Schritt sein. Vorher muss herausgefunden werden, woher die Unzufriedenheit eigentlich kommt. Nur wer genau weiß, wo der Schuh drückt, kann versuchen die problematische Stelle zu behandeln. Den Schuh zurückgeben oder gar wegwerfen sollte man erst, wenn feststeht, dass er ewig schmerzlich drücken wird.


Betrieb wechseln statt Ausbildung abbrechen

Der Großteil aller Azubis, die eine Ausbildung abbrechen oder mit dem Gedanken spielen, tun dies aus Gründen der Unzufriedenheit innerhalb des Betriebs. Am häufigsten weil es Probleme und Konflikte mit den Ausbildern gibt. Doch aus dieser Situation gibt es nicht nur den einzigen Ausweg, die Ausbildung abzubrechen. Gerade bei zwischenmenschlichen Problemen, sollte immer erst das Gespräch gesucht werden. Mit den Ausbildern und Kollegen direkt aber auch deine Lehrer oder die Zuständigen in den Kammern kannst du um Rat und Unterstützung bitten.

Ganz gleich, warum du in dem Betrieb deiner Ausbildung unzufrieden bist, entscheidend ist die Frage, ist es der falsche Ausbildungsbetrieb oder die falsche Ausbildung. Denn vielleicht ist es der richtige Beruf und nur der falsche Betrieb geben die das Gefühl, mit deiner ganzen Ausbildung falsch zu liegen. In diesem Fall macht ein Wechsel des Ausbildungsbetriebes Sinn.

Nicht gleich aufgeben - Rat suchen!

Wende dich an die Berater der zuständigen Kammern, an deine Lehrer oder auch an die Ausbildungsberatung der Agentur für Arbeit. Es ist wichtig das Gespräch zu suchen. Allein bist du damit nicht. Eine noch so gründliche Wahl des Ausbildungsbetriebes kann nicht garantieren, dass diese dann reibungslos verläuft. Die Berater kennen diese Probleme. Wichtig ist nur, sich beraten zu lassen und zu informieren, als voreilig die Flinte ins Korn zu werfen und die Ausbildung einfach abzubrechen. Solltest du dich für einen Wechsel des Betriebes entscheiden, helfen dir die Mitarbeiter der Kammern dabei. Die Ausbildung kann, wenn das ganze Formale geregelt ist, in einem anderen Betrieb ganz regulär fortgesetzt werden.

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