Was macht ein Heilerzieher?

Heilerzieher für’s ganze Leben

Hilfe zur Selbsthilfe heißt es, wenn Menschen mit Behinderungen von Heilerziehungspflegern betreut werden. Denn Ziel ist es, ein möglichst eigenständigen Leben zu fördern - vom gemeinsamen Bewältigen des Alltags bis zur Förderplanerstellung hilft hier der Heilerzieher.

was macht ein Heilerzieher

Wenn es darum geht, Menschen mit Behinderungen zu erziehen, fördern oder zu unterstützen, dann sind Heilerziehungspfleger die Fachleute. Heilerziehungspfleger – oder kurz Heilerzieher – kümmern sich um Menschen mit Verhaltens- auffälligkeiten, psychischen Erkrankungen oder mit geistigen, körperlichen und Sinnes- und Mehrfachbehinderungen. Heilerzieher ist ein spannender aber auch anstrengender Beruf, der von seinen Auszubildenden besondere zwischenmenschliche Fähigkeiten fordert.


Was machen Heilerziehungspfleger?

Heilerziehungspfleger sind in unterschiedlichen Einrichtungen und in verschiedenen Bereichen tätig. Je nachdem unterscheidet sich auch der Alltag. Als Heilerziehungspfleger geht es meistens darum, Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen in ihrem eigenständigen Leben zu unterstützen. Diese Unterstützung und die beste Förderung hängen von der Art der Behinderung ab, die von Heilerziehern berücksichtigt werden muss.

Ob Hilfe im Alltag, Betreuung, Pflege, Freizeitgestaltung oder Hilfe für Ausbildung und Beruf – Heilerziehungspfleger kümmern sich um die individuelle Förderung des eigenständigen Lebens von Menschen mit Behinderungen. Im Vordergrund steht die persönliche Entwicklung dieser Menschen, mit ihnen gemeinsam den Alltag zu bewältigen, sie zu motivieren und zu befähigen. Zusammen einkaufen gehen, Ausflüge machen, therapeutische Hilfe umsetzen, zur Arbeitsstelle begleiten aber auch bei der Körperpflege helfen, können die täglichen Aufgaben der Heilerziehungspfleger sein.

Im Beruf des Heilerziehungspflegers wird aber nicht nur in der direkten Betreuung gearbeitet. Immer gibt es auch organisatorische und planende Arbeitfür den Heilerzieher zu erledigen. So kümmern sich Heilerziehungspfleger um Verwaltungsangelegenheiten, erstellen Förderpläne oder Programme, koordinieren Abläufe oder regeln Behördliches. Außerdem halten Heilerziehungspfleger Kontakt zu den Angehörigen der Menschen, die sie bertreuen. Sie führen beispielsweise Elterngespräche durch.

Wo arbeiten Heilerzieher?

Heilerziehungspfleger gibt es überall dort, wo Menschen mit Behinderung betreut oder gefördert werden oder wo diese beschäftigt sind. Heilerzieher arbeiten also im Bereich des Sozialwesen und zwar in erster Linie in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, in Pflegeheimen, in anderen Heimen und Einrichtungen für beeinträchtigte Menschen, sowie bei ambulanten Diensten. Außerdem gibt es für Heilerzieher Beschäftigungsfelder in Schulen und Kinderbetreuungsstätten, die auch von Kindern mit Behinderungen besucht werden oder beispielsweise in speziellen Werkstätten für Menschen mit Behinderung.


Heilerzieher werden: das braucht man & so wird man‘s

Als Heilerziehungspfleger sollte eine besondere Stärke im Umgang mit Menschen, den eigenen Charakter auszeichnen. Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein sind für den Beruf des Heilerziehers unerlässlich. Je nach Bereich, in dem man später arbeitet, kann der Beruf durch die direkte Pflege und Betreuung mit hohem Körpereinsatz verbunden sein – entsprechende Fitness braucht der Heilerzieher also. Natürlich sollten angehende Heilerzieher keine Berührungsängste haben und dafür Belastbarkeit und psychische Stärke mitbringen.

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger dauert meistens drei Jahre, ist landesrechtlich geregelt und wird an Fachschulen verschiedener Träger angeboten. Meistens ist ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Wie bei allen pädagogischen Ausbildungen gehören für die Praxiserfahrungen Praktika zu der schulischen Ausbildung. Der theoretische und praktische Unterricht vermittelt nicht nur Inhalte der (Heil-)Pädagogik, sondern auch beispielsweise der Medizin, Psychologie, Berufs- und Rechtskunde, sowie allgemeinbildende Fächer.

Für die Ausbildung zum Heilerziehungspflegehelfer ist ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt.

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