Der Beruf Speiseeishersteller

Süßes Geschäft

Erdbeere, Schokolade und Vanille. Wer schon als Kind nie die Finger von der süßen Kaltspeise lassen konnte, kann sein Hobby jetzt zum Beruf machen: Seit 2008 ist die Ausbildung zum Speiseeishersteller staatlich anerkannt.

Speiseeishersteller

2010 sollen die ersten Speiseeishersteller fertig ausgebildet sein und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dann werden sie in Eisdielen, Konditoreien und Cafés ihre leckeren Kreationen auf den Tisch bringen. In der dualen Ausbildung lernen die angehenden Speiseeishersteller zum einen, wie man die vielen verschiedenen Eissorten herstellt. Ebenso gehört zur Ausbildung aber auch, wie kleine Gerichte und Getränke servierfähig zubereitet und Kreationen richtig verkauft werden.


Speiseeishersteller: Mixen, mischen und servieren

Hauptaufgabe der Speiseeishersteller ist es natürlich, die verschiedenen Eissorten nach Rezept herzustellen. Dabei müssen sie die Roh- und Zusatzstoffe im richtigen Verhältnis mischen und dann je nach gewünschter Sorte zum Beispiel Erdbeeren oder Nüsse hinzufügen. Dabei ist es wichtig, auf Sauberkeit und Hygiene zu achten. So muss der Speiseeishersteller die Milchmischung beispielsweise pasteurisieren, um gesundheitsschädliche Keime abzutöten.

Neben der Zubereitung gehört aber auch der Verkauf mit zum Berufsprofil der Speiseeishersteller. Speiseeishersteller müssen wissen, wie sie ihre Ware servierfertig zubereiten, um sie anschließend verkaufen zu können. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Der Kontakt zum Kunden allerdings gehört zum Handwerk genauso dazu, wie Buchführung und Organisation.


Ausbildung zum Speiseeishersteller

Obwohl die Ausbildung zum Speiseeishersteller erst seit kurzem staatlich anerkannt ist, sind die Inhalte streng festgelegt. Da die Ausbildung dual angelegt ist, lernt der Azubi sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Zu den Ausbildungsinhalten gehören neben der Speiseeisherstellung auch gesundheitliche Aspekte und der richtige Umgang mit den Geräten. Darüber hinaus werden während der Ausbildung auch die Zubereitung von kleinen Gerichten und Getränken, sowie der Umgang mit Kunden und die richtige Lagerung der Rohstoffe und Endprodukte gelehrt.

Nach zwei Jahren kann dann die Abschlussprüfung zum Speiseeishersteller abgelegt werden. Anschließend arbeiten Speiseeishersteller in Eiscafés, in Restaurants und Eisdielen aber auch in Konditoreien und überall dort, wo es eine eigene Speiseeisherstellung gibt. Ein Schulabschluss ist rechtlich nicht erforderlich, allerdings kann erst in den nächsten Jahren gesagt werden, in wie weit die Ausbildungsbetriebe auf eine Vorbildung wert legen. Ansonsten ist nur eine Bescheinigung des Gesundheitsamts erforderlich.

Zukunfts- und Weiterbildungschancen für Speiseeishersteller

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung haben Speiseeishersteller die Möglichkeit, einen weiteren Abschluss als Konditor, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Konditorei oder als Fachkraft im Gastgewerbe zu machen. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Eisdiele ist für Speiseeishersteller möglich.

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