Schulabschluss nachholen

Schulabschluss für Späteinsteiger

Abitur, mittlere Reife oder ein guter Abschluss: Auch wenn die Schule aus ist, es ist nie zu spät Versäumtes nachzuholen. Denn ein guter Abschluss steigert nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern auch die Chancen auf eine Ausbildung.

Schulabschluss nachholen

Probleme mit der Familie, Schwierigkeiten mit Lehrern oder Mitschülern, häufiges Umziehen, Krankheit oder einfach nur keine Lust: Gründe, warum man seinen Schulabschluss nicht geschafft hat, gibt es viele. Aber auch, wenn man rechtlich für viele Ausbildungen eigentlich keinen Schulabschluss braucht, ist es ganz ohne fast unmöglich, einen Platz zu finden. Verzweifeln braucht man aber trotzdem nicht. Denn in Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, seinen Abschluss auch nach Schulschluss noch zu schaffen.


BVJ und BvB

Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und die Berufsvorbereitungsmaßnahme (BvB) sind zwei gute Möglichkeiten, Zeit zu überbrücken, wenn man nach der Schule keinen Ausbildungsplatz gefunden hat. Unter bestimmten Bedingungen sind sie aber auch eine gute Gelegenheit, theoretisches und praktisches Wissen zu sammeln und den Hauptschulabschluss nachzuholen. Beide werden auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten und erlauben es schon einmal in den Wunschberuf hinein zu schnuppern. Es ist allerdings wichtig, sich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit anzumelden, um einen Platz zu bekommen.

Berufsfachschule und erfolgreicher Abschluss der Berufsschule

In manchen Bundesländern ist es möglich, eine zweijährige Berufsfachschule zu besuchen. Diese führen nicht nur zu einer beruflichen Qualifizierung, sondern nach dem ersten Jahr auch zum Hauptschulabschluss. Mit den entsprechenden Noten ist es sogar möglich am Ende der Schulzeit die mittlere Reife zu erreichen. Die Zugangsvoraussetzungen sind allerdings sehr unterschiedlich. Sie können aber an der jeweiligen Schule erfragt werden.

Auch die Berufsschule ermöglicht es, seinen Schulabschluss nachzuholen. Allerdings ist ein Ausbildungsplatz Voraussetzung, um überhaupt am Berufsschulunterricht teilnehmen zu können. Dafür hat man am Ende nicht nur die Ausbildung in der Tasche, sondern auch den Schulabschluss.

Nichtschülerprüfung

Wer sich entscheidet, seinen Schulabschluss mit der Nichtschülerprüfung nachzuholen, ist zeitlich sehr flexibel. Wenn man nicht arbeitet und schnell seinen Abschluss machen will, kann man die Kurse tagsüber besuchen. Wer aber schon in der Ausbildung ist oder arbeitet, der kann die Schule abends besuchen. Das nennt sich dann Abendschule. Viele holen so höhere Abschlüsse, wie das Abitur nach. Einziges Problem: Die Nichtschülerprüfung wird nicht staatlich gefördert und muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden.


Fernschule

Wer schon arbeitet, aber vielleicht später einmal in eine höhere Position möchte oder etwas ganz Neues, wie zum Beispiel ein Studium beginnen möchte, der kann seinen Schulabschluss neben dem Job mit einem Fernlernkurs nachholen. Eine Fernschule ist ideal, um arbeiten mit lernen zu verbinden, weil man nicht an feste Kurszeiten gebunden ist. Allerdings verlangt eine Fernschule auch viel Disziplin: Denn sich nach der Arbeit hinzusetzen und noch zu lernen ist nicht für jeden etwas. 

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