Ohne Ausbildungsplatz in die Berufswelt

Einstieg ohne Ausbildung?

Auch wenn es mit der Ausbildung nicht geklappt hat – den Einstieg hat man noch nicht verpasst. Denn neben zahlreichen Möglichkeiten Zeit zu überbrücken, kann man sich auch gezielt auf seinen Traumberuf vorbereiten.

ohne Ausbildungsplatz

Egal, ob man schon weiß in welche Richtung es gehen soll, oder, ob man bei der Berufswahl noch im Dunkeln tappt. Es gibt viele Möglichkeiten, zwischen Schule und Ausbildung nicht nur den Wunschberuf zu finden, sondern sich auch gezielt darauf vorzubereiten. Dass sich das positiv auf die späteren Ausbildungschancen ausübt, ist selbstverständlich. Dafür werden berufsvorbereitende Programme angeboten und spezielle Einstiegsqualifikationen zum Start in die Ausbildung vermittelt. Extra zugeschnitten auf junge Schulabgänger sind sie eine gute Ausbildungsvorbereitung, wenn es mit dem Ausbildungsplatz vorerst nicht geklappt hat.


Berufsvorbereitungsjahr

Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) hat gleich mehrere Vorteile: Neben den normalen Schulfächern, wie Mathe und Deutsch, können die jungen Schulabgänger gleichzeitig erste Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern sammeln. Normalerweise kann man zwei Richtungen wählen: Zum Beispiel Hauswirtschaft und Körperpflege. Während des Berufsvorbereitungsjahres lernen die Schüler dann nicht nur die Theorie, sondern wenden die Kenntnisse aus dem Fachunterricht auch praktisch an. Ein willkommener Pluspunkt für die spätere Bewerbung.

Besonders praktisch ist das Berufsvorbereitungsjahr auch für junge Schulabgänger, die ihren Hauptschulabschluss  nur mit Biegen und Brechen oder gar nicht geschafft haben. Im BVJ können sie Versäumtes nachholen und so ihren Schulabschluss schaffen.

Berufsgrundbildungsjahr

Ähnlich wie das Berufsvorbereitungsjahr richtet sich das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) an junge Schulabgänger, die keine Ausbildung gefunden haben. Es kann an Berufsschulen absolviert werden, ist aber im Vergleich zum BVJ auf eine bestimmte Berufsrichtung ausgelegt, die vorher gewählt werden kann. Praxis und Theorie werden ungefähr gleichstark einbezogen. Weil es sehr fachspezifisch ist, kann das Berufsgrundbildungsjahr ganz oder teilweise auf eine spätere Ausbildung im selben Berufsfeld angerechnet werden. Manchmal ist es sogar Voraussetzung, um eine Ausbildung anzufangen.

Bildung ist Ländersache und deswegen werden sowohl BGJ als auch BVJ in den verschiedenen Bundesländern anders strukturiert und teilweise auch anders genannt. Das Berufsgrundbildungsjahr in Niedersachsen zum Beispiel wird ab August 2009 abgeschafft. Man sollte sich also vorher genau erkundigen – gut ist immer ein Gespräch mit einem Berufsberater.


Einstiegsqualifikation für Jugendliche

Eine richtig gute Möglichkeit, schon einmal in einen Beruf hinein zu schnuppern, ist  die Einstiegsqualifikation für Jugendliche (EQJ), die von der Agentur für Arbeit vermittelt wird. Die EQJ ist extra für junge Schulabgänger, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. In einer Zeitspanne von sechs bis zwölf Monaten können sie mit der Einstiegsqualifikation für Jugendliche ein betriebliches Praktikum machen und so schon einmal Berufserfahrung sammeln.

Zu dem Praktikum gehört auch der Besuch in der Berufsschule und die Arbeit im Betrieb wird sogar vergütet. Ein wichtiger Pluspunkt ist, dass die jungen Schulabgänger durch Einsatz, den Chef von sich überzeugen können und so sogar Chance auf einen Ausbildungsvertrag haben. Die EQJ wird dann in der Ausbildung angerechnet.

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