Freiwilliges Engagement

Helfen statt rumsitzen

Nicht immer klappt es nach Schule oder Ausbildung nahtlos mit dem Übergang ins Berufsleben. Wer seine Zeit sinnvoll überbrücken will, dem bieten sich viele Möglichkeiten: zum Beispiel ein FSJ oder FÖJ.

Freiwilliges Engagement

Wer keine Lücken in seinem Lebenslauf haben will und gleichzeitig anderen Menschen helfen möchte, für den ist ein freies soziales Jahr (FSJ) vielleicht genau das Richtige. Bei einem FSJ können sich junge Menschen sozial engagieren und gleichzeitig neue Seiten an sich entdecken. Ideal um zum Beispiel herauszufinden, ob ein Beruf im sozialen Bereich in Frage kommt. Ähnlich ist es mit dem freien ökologischen Jahr (FÖJ). Hier hilft man – statt den Menschen – den Tieren und der Umwelt. Dazu gehören zum Beispiel Tätigkeiten in der Tierpflege oder im Aufbau von Naturschutzgebieten.


FSJ und FÖJ – aber wo?

Das FSJ kann man in drei verschiedenen Bereichen machen:  Kultur, Sport und Denkmalpflege – je nachdem welcher Schwerpunkt einen mehr interessiert. Mögliche Einsatzorte wären zum Beispiel Museum oder Theater, wenn man auf Kultur steht, Sporteinrichtungen oder Vereine, wenn man viel Bewegung braucht und Architektur oder Denkmalbehörden, wenn man historische Gebäude erhalten will.

Das FÖJ hat hingegen einen ganz anderen Schwerpunkt. Hier dreht sich alles um die Natur. Einsatzorte sind deshalb beispielsweise in der ökologischen Landwirtschaft, im Tierschutzreservat, im Naturschutzzentrum, im Nationalpark, in ökologischen Bildungsstätten oder im Umweltamt.


FSJ und FÖJ - Facts

Das FSJ oder FÖJ kann jeder machen, der über 16 und unter 27 Jahren alt ist, die Schulpflicht erfüllt hat und gerne anderen Menschen helfen will oder sich für die Umwelt engagieren möchte. Beide Freiwilligendienste gehen mindestens ein halbes und maximal ein ganzes Jahr.

Bewerben sollte man sich allerdings schon ein Jahr vorher, sonst kann es sein, dass alle Stellen schon vergeben sind. Während des FSJ oder FÖJ erhalten die Teilnehmer ein kleines Taschengeld. Je nach Träger wird wenn nötig auch für Unterkunft und Verpflegung gesorgt. Außerdem werdem die Kosten für die Versicherung übernommen.

Weil FSJ und FÖJ von den zuständigen Ministerien organisiert sind, erhalten die Eltern weiterhin Kindergeld. Gut zu wissen für die Jungs: Der Freiwilligendienst wird als Ersatzdienst für die Wehrpflicht anerkannt. Wer Deutschland als Einsatzort zu langweilig findet, kann sein FSJ oder FÖJ auch im Ausland machen. Einsatzorte sind hier meistens dritte Welt Länder, wie Afrika oder Lateinamerika. 

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