Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als gelernter Altenpfleger?

Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als gelernter Altenpfleger?

In Deutschland herrscht ein massiver Pflegefachkräftemangel. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, kann sich der Jobsicherheit ziemlich gewiss sein. Doch wie steht es um die Möglichkeiten des beruflichen Aufstiegs als Pflegefachkraft?

 

Pflegefachkräfte-Mangel – immer wieder ein Thema

In den letzten 30 Jahren hat sich unsere Gesellschaft einem starken Wandel unterzogen. Im Vergleich zu damals haben wir heute eine durchschnittlich sieben Jahre längere Lebenserwartung. Dies bringt auch einige Herausforderungen in der Altenpflege mit sich. Momentan liegt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bei ca. 3,3 Millionen. Dem stehen etwa 1,1 Millionen Personen in Pflegediensten und Pflegeheimen gegenüber. Da die Lebenserwartung laut aktuellen Hochrechnungen weiter steigen wird, stehen wir bald vor einem massiven Problem: dem Fachkräftemangel unter Altenpflegern. Höchste Zeit also, die Ausbildung Altenpflege attraktiver zu gestalten, finden Ökonomen und Sozialwissenschaftler. Nur so könne man Anreize schaffen, Altenpfleger zu werden.

Finanzielle Aspekte in der Altenpflege

Entscheidet man sich für die Ausbildung zum Altenpfleger, sollte man wissen, was beruflich auf einen zukommt. Dies betrifft nicht nur Fragen danach, wo und was genau man nach der Ausbildung arbeiten wird, sondern auch, wie hoch die Verdienstmöglichkeiten in der Altenpflege sind. Laut Bundesgesundheitsministerium liegt der Verdienst von Fachkräften in der Altenpflege durchschnittlich bei 2.621 Euro im Monat. Auf lange Sicht ist es für einige also empfehlenswert, sich weitere Qualifikationen anzueignen und sich somit ein höheres Gehalt zu sichern.

Im Schnitt dauert die Ausbildung zum Altenpfleger drei Jahre. Hat man seine Abschlussprüfung bestanden, darf man sich "Staatlich anerkannter Altenpfleger" nennen. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten. Eine Möglichkeit wäre etwa, eine eigene Station im Alten- oder Pflegewohnheim zu leiten. Des Weiteren kann man auch in Altenpflegeschulen als Lehrer tätig werden oder sich auf ein Fachgebiet spezialisieren. Für all diese Fälle gilt eine entsprechende Weiterbildung als Grundvoraussetzung.

 Vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung zum Staatlich anerkannten Altenpfleger gibt es die Möglichkeit, die Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. So ermöglicht etwa die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung, Aufgaben im Personalbereich zu übernehmen. Hierunter fallen die Personalbedarfsplanung, die Personalförderung sowie die gesamte Personalsteuerung eines Pflegebereichs. Möchte man ein Pflegeheim oder einen ambulanten Pflegedienst leiten, ist diese Weiterausbildung empfehlenswert.

Ein ganz anderes Gebiet ist die der Fachpflegekraft. Hierfür wird eine Weiterbildung im medizinischen Bereich absolviert. Diese zielt darauf ab, die Verantwortung für spezifische pflegerische Maßnahmen zu übernehmen. Möglich ist auch eine Spezialisierung auf den gerontopsychiatrischen Bereich oder die Arbeit in einem Hospiz.

Wem es mehr liegt, mit Auszubildenden zu arbeiten, der kann sich zum Praxisanleiter bzw. Mentor weiterbilden lassen. Dieser ist für die praktische Anleitung von Auszubildenden am Arbeitsplatz zuständig.

Diese und ähnliche Weiterbildungen umfassen in der Regel mehrere Monate bis hin zu drei Jahren. Finanziell bewegen sie sich bei bis zu 1.000 Euro.

Eine andere Möglichkeit des Aufstiegs als Altenpfleger ist die Entscheidung für ein Studium. Viele Hochschulen bieten Pflegestudiengänge an - darunter auch für Studieninteressierte ohne Abitur. Das Angebot reicht von klassischen Vollzeit-Studiengängen bis hin zum berufsbegleitenden Studium.


21.03.18