Mehr Azubis während der Ausbildung im Ausland

Mehr Azubis während der Ausbildung im Ausland

Seit Start des EU-Programms verbrachten 100.000 Azubis einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland. Damit ist Deutschland der europäische Spitzenreiter. So gehen jährlich 10.000 deutsche Azubis für ihre Ausbildung ins Ausland.

Der Meilenstein von 100.000 Azubis, die einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbringen, ist erreicht. Seit 1995 gibt es das EU-Programm Leonardo Da Vinci, das es Azubis erleichtern soll, im Rahmen ihrer Berufsausbildung für einige Monate ins das europäische Ausland zu gehen. Während zu Beginn des EU-Programms jährlich etwa 2.000 Azubis für einen Teil ihrer Ausbildung ins Ausland gingen, sind es mittlerweile jährlich 10.000.  

Mit den bereits 100.000 Azubis, die in der Ausbildung den Schritt ins Ausland machten, liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf der Spitzenposition. Langfristiges Ziel ist es jedoch, die Zahl der Auslandsqualifizierungen bis zum Jahr 2015 zu verdoppeln, so die bereits 2006 lautende Empfehlung des Innovationskreises Berufliche Bildung. Durch die 100.000 bisherigen Teilnehmer am EU-Programm ist für dieses Ziel ein Meilenstein erreicht.  

Das reformierte Bildungsgesetz erlaubt es, bis zu einem Viertel der Ausbildung im Ausland zu verbringen. Das EU-Programm Leonardo Da Vinci unterstützt und fördert das Vorhaben Ausland für Azubis – die Fördermittel dafür steigen kontinuierlich. Von dieser Zeit im Ausland profitieren nicht nur die Azubis selbst. Auch für die Unternehmen gewinnt es an Bedeutung, in die internationale und interkulturelle Erfahrung ihrer Mitarbeiter und Azubis zu investieren.  

Auch in klein- und mittelständischen Unternehmen, sowie im Handwerk müsse mit ausländischen Firmen kooperiert und kommuniziert werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Andreas Storm.


14.10.09
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