Ausbildungbilanz 2016: Immer mehr Abiturienten nehmen Berufsausbildung auf

Ausbildungbilanz 2016: Immer mehr Abiturienten nehmen Berufsausbildung auf

Trotz der demografischen Bedingungen mit geringerer Anzahl von Schulabgängern ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nur geringfügig rückläufig. Dazu beigetragen hat auch das gestiegene Interesse von Abiturienten an einer Berufsausbildung.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge mit 502.800 (500 weniger) nahezu stabil, hingegen ging die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsverträge um 1.300 auf 17.600 zurück. Zu dieser stabilen Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge angesichts der demografischen Entwicklung dürfte auch das gestiegene Interesse von Abiturienten beigetragen haben. In 2015 schlossen Betriebe erstmals mehr Ausbildungsverträge mit Studienberechtigten (142.200) ab als mit Hauptschulabsolventen (137.000).

Bereits das siebte Jahr in Folge stieg die Zahl der nicht besetzten Ausbildungsplätze. In 2016 waren es bis September noch 43.000 Ausbildungsplätze, die ohne Azubi blieben - 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem kleine und mittlere Betriebe haben Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Zur Unterstützung dieser Betriebe bei Bewerbung und Besetzung ihrer Ausbildungsplätze setzt das Bundesbildungsministerium in 2017 verstärkt auf das Programm JOBSTARTER plus.

Hingegen gab es in 2016 eine ähnlich große Zahl wie im Vorjahr von Ausbildungsbewerbern, die ohne Ausbildungsplatz blieben: 20.600. Die Herausforderung sind nach wie vor Passungsprobleme am Ausbildungsmarkt mit Regionen, die viele unbesetzte Ausbildungsplätze haben und solchen, in denen es Ausbildungsinteressierten schwer fällt, eine Stelle zu finden.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit wurden bis September 2016 insgesamt 3.600 Ausbildungsplätze durch Azubis mit Fluchthintergrund besetzt. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die Bewerber nicht erst vor Kurzem in Deutschland angekommen seien.


09.01.17