Informationsflut bewältigen

Achtung Überschwemmung: die Informationsflut

Neue Arbeitsprozesse, lange Wissensbroschüren und dann noch all die Namen der neuen Kollegen – wie soll man sich das bloß alles merken? Was da hilft sind Struktur, System und effiziente Methoden, um die Informationsflut zu bewältigen.

nachtschicht

Als Azubi prasseln tagtäglich viele neue Informationen auf einen ein. Nicht immer ist im Unternehmen jedes Mal die Zeit, alles gründlich zu erklären. Darum ist oft der Azubi selbst gefragt und muss zusehen, wie er mit all diesen neuen Infos am besten umgeht. Es ist deshalb sehr nützlich, sich die eine oder andere Fähigkeit anzueignen, wie man mit so einer Informationsflut am besten zurecht kommt. Denn die Situation der Informationsüberflutung kann nicht nur beim Start in die Ausbildung passieren, sondern beispielsweise auch, wenn ein Azubi die Abteilung wechselt.


Keine Flucht vor der Informationsflut

Kommt man als Azubi neu irgendwo hin, gibt es viel an Informationen aufzunehmen – von Fakten und Fachwissen, über Arbeitsprozesse und Namen von Kollegen. Ob Start der Ausbildung oder der Wechsel in eine andere Abteilung, nun heißt es, die neuen Aufgaben verstehen und sich schnell viel merken. Dafür ist es der erste Schritt, Wichtiges von weniger wichtigem zu trennen und Struktur in die Informationsflut zu bringen. Denn je schneller man wieder den Durchblick hat, umso schneller kann man auch selbstständig an Ausgaben herangehen. Aufschreiben hilft da immer. Am besten ebenfalls strukturiert, zum Beispiel auf Karteikarten oder durch Schaubilder.

Keiner kann sofort alles verstehen. Ein Azubi braucht keine Scheu zu haben, nachzufragen, was nicht verstanden wurde oder welche Info noch fehlt, um eine Aufgabe bewältigen zu können. Schließlich ist es besser, noch mal nachzufragen, als peinliche Fehler zu machen oder sogar so große, dass man Schaden anrichtet. Damit man aber nicht immer dieselben Fragen stellt oder einem Aufgaben täglich wieder erklärt werden müssen, sollten solche Infos und Antworten unbedingt aufgeschrieben werden.


Struktur, System und effiziente Methoden gegen die Informationsflut

Um mit der Informationsflut umzugehen, gibt es zahlreiche konkrete Methoden. Welche davon am geeignetsten ist, liegt ganz am Azubi und auch an der Art der Informationsflut. Eine häufige Situation ist es beispielsweise, dass Azubis eine Menge zu lesen bekommen – zum Beispiel Broschüren – um sich einen ersten Überblick an Wissen zu verschaffen. Einfach mal drauflos lesen, sorgt leider oft dafür, dass man das Gelesene auch einfach mal wieder gleich vergisst. Eine Methode hilft, das zu Lesende zu strukturieren und es besser und länger behalten zu können.

Ziel ist es die neuen Informationen in bereits vorhandenes Wissen einzubauen. Dafür wird ein Text nicht einfach von vorne bis hinten durchgelesen, sondern erst das, was man schon weiß. Dann das, wovon man ein bisschen was weiß und so weiter bis zu dem, was ganz neu ist. Das klappt natürlich am einfachsten, wenn man sich dafür am Inhaltsverzeichnis orientieren kann. Dieses System in dem das vorhandene Wissen sozusagen zum Rahmen für das neue Wissen wird, hat sich in Studien als sehr effektiv herausgestellt.

Geht es um Arbeitsprozesse und Aufgaben, die man ausführen soll, dann hilft die Methode des inneren Films. Bevor man sich nämlich aktiv an die Aufgabe macht, wird im Kopf das Drehbuch zum Film, mit sich selbst als Hauptdarsteller, geschrieben. Das bewirkt, dass man sich vorher Gedanken über die einzelnen Schritte macht und dann nicht so schnell eine wichtige Station oder einzelne Tätigkeit vergisst. Außerdem hilft das gedankliche Vorwegnehmen durch das Drehbuchschreiben, sich die Abläufe besser langfristig zu merken, da sich die einzelnen Schritte noch mal bewusst gemacht und eingeprägt werden.