Zu wenig Zeit im Einstellungstest

Mission impossible: alle Aufgaben lösen im Einstellungstest

„So viel?! Das schaff ich ja nie“ denken viele angehende Azubis im Einstellungstest. Oft ist es tatsächlich so: man kann die Aufgaben gar nicht alle schaffen – und das ist Absicht. Denn zu wenig Zeit im Einstellungstest, erhöht die Vergleichbarkeit.

zu wenig zeit für den eignungstest

Einstellungstests erfreuen sich bei den Unternehmen immer größerer Beliebtheit. Vor allem auch kleinere Betreibe setzen zunehmend auf dieses Verfahren zur Bewerberauswahl. Zu erklären ist dies dadurch, dass sich gerade kleinere Betriebe einen „Fehlgriff“ bei der Auszubildendenwahl nicht leisten können. Da Zeugnisse immer schwer etwas über die tatsächlichen Fähigkeiten und das Wissen eines Bewerbers aussagen, werden eben eigene Tests durchgeführt, um dem Stand des Grundwissens auf die Spur zu kommen. Dabei werden häufig sogenannte Testbatterien eingesetzt, um gleich mehrere Bereiche zu testen. Zum Einstellungstest gehören in der Regel Allgemeinwissen, als auch sprachliche und logische Testabschnitte. Und davon so viele Aufgaben, dass man die gar nicht schaffen kann.


Einfach nicht zu schaffen: die Aufgaben beim Einstellungstest

Wer vor einem Einstellungstest sitzt und das Gefühl bekommt, im Leben nicht die Aufgaben zu schaffen, der hat oft das richtige Gefühl. Und das liegt dann keinesfalls an dem einzelnen Bewerber. Untersuchungen haben gezeigt, dass sie meisten dieser Einstellungstest extra so angelegt sind, dass die Anzahl der Aufgaben gar nicht zu schaffen ist.

Für die Betriebe hat das den Vorteil, dass sich die Ergebnisse besser vergleichen lassen. Oft ist der Einstellungstest so konzipiert, dass der Durchschnitt der Bewerber nur etwa die Hälfte schaffen kann. Ist der Einstellungstest so angelegt, dass keiner alle Aufgaben schafft, dann lässt sich schön ablesen, welcher Bewerber denn wie viel geschafft hat. Dieser Vergleich geht nicht, wenn alle locker fertig werden und danach Däumchen drehen.

Einstellungstest: Ruhig bleiben und trotzdem Tempo geben

Sitzt man also vor einem Einstellungstest und merkt, dass man bei noch so hohem Tempo nicht fertig werden würde, handelt es sich wahrscheinlich um einen extra so angelegten Test. Also ruhig bleiben und sich nicht derart stressen, dass man dann vielleicht gar keine Aufgaben mehr hinbekommt.

Dennoch: im Einstellungstest zählen Tempo und Leistung. Auch – und vielleicht gerade – bei den Einstellungstests, die so gedacht sind, dass man nicht alle Aufgaben lösen kann. Ziel ist es, so viele wie möglich richtig zu lösen. Denn wie viele richtig gelöst wurden, ist das, was die Betriebe durch so konzipierte Tests wunderbar ablesen können und in ihre Bewerberentscheidung einfließen lassen.

Gut ist es immer, ausgeschlafen und in insgesamt guter Verfassung in den Einstellungstest zu gehen. Und dann heißt es: volle Konzentration und Tempo machen. Wer sich gut konzentrieren kann und voll und ganz bei den Aufgaben ist, hat die besten Chancen.


Gut vorbereitet in den viel zu langen Einstellungstest

Üben lässt sich für einen Einstellungstest nur schwer. Denn in der Regel werden Bereiche getestet in denen es wenig bringt, sich kurz vor dem Test, Wissen anzueignen. Logische Fähigkeiten beispielsweise lassen sich zwar trainieren aber eben nicht von heute auf morgen. Auch die Allgemeinbildung lässt sich nicht in ein paar Tagen verbessern. Etwas Vorbereitung auf den Einstellungstest sollte dennoch sein.

Dafür hilft es, sich Aufgaben, wie sie in Einstellungstests drankommen, vorher schon mal anzugucken. Die Aufgaben zu den logischen Fähigkeiten beispielsweise sind oft ähnlich aufgebaut. Dann ist es gut, wenn man das Prinzip dieser Aufgaben schon vorher kennt. Es schadet auch nicht, noch mal sicherzugehen, in den Grundrechenarten fit zu sein. Besonders beliebt in Einstellungstests ist übrigens Prozentrechnen.

Langfristig trainiert die Allgemeinbildung das Lesen von Tageszeitungen. Wichtig ist, dass man dann Sachen, die man nicht versteht oder noch nie gehört hat, recherchiert. Die logischen Fähigkeiten lassen sich verbessern, wenn man regelmäßig entsprechende Aufgaben löst. Außerdem hilft es, Konzentrationsübungen zu machen, denn auch die ist entscheidend im Einstellungstest.