Mit Soft Skills punkten

Mathe 5, aber Soft Skills 1+

Das Schulzeugnis und fachliche Eignung – klar, das ist wichtig, wenn es um einen Ausbildungsplatz geht. Doch es gibt da noch etwas, was fast genauso wichtig ist und auch mal über eine weniger gute Schulnote hinwegsehen lässt: die Soft Skills.

Überbrücken statt warten

Es sind nicht nur die Schulnoten, die über einen Ausbildungsplatz entscheiden. Es zählt der ganze Mensch, der sich dort bewirbt. Neben den fachlichen Qualifikationen oder eben dem Schulwissen mit entsprechenden Noten, sind für Betriebe noch viele andere Fähigkeiten des künftigen Auszubildenden wichtig. Schließlich muss es auch „menschlich“ passen, wenn sich ein Betrieb einen Auszubildenden ins Haus holt. Das große Stichwort lautet Soft Skills oder auch soziale Kompetenz. Mit Soft Skills ist das gesamte Verhalten gemeint, das ein Mitarbeiter zeigt, von der Teamfähigkeit bis zur Verlässlichkeit. Soft Skills lassen sich nicht messen, wohl aber zeigen!


Soft Skills statt Einser-Zeugnis

Für viele Betriebe sind die Soft Skills der Bewerber ein entscheidendes Kriterium bei der Bewerberauswahl. Denn gerade, wenn es um einen Ausbildungsplatz geht, können Bewerber in der Regel noch nicht auf große fachliche Qualifikationen (das wären dann die Hard Skills) zurückblicken – die genau sollen ja in der Ausbildung gelernt werden. Wie aber die Ausbildung verläuft, wie der künftige Azubi in den Betrieb passt, wie erfolgreich die Ausbildung absolviert wird – das alles hängt von den Soft Skills ab. Das haben auch Personalchefs erkannt und achten auf Soft Skills oft mehr als auf einzelne Noten im Zeugnis.

Mit Soft Skills punkten bei jeder Gelegenheit

Soft Skills stehen einem Bewerber ebenso wenig auf die Stirn geschrieben, wie eine besondere Eignung für die Ausbildung. Dadurch werden häufig Assessmentcenter oder auch Auswahlpraktika und Probearbeiten vor allem darum veranstaltet, um die Soft Skills der Bewerber unter die Lupe zu nehmen. Denn die sieht man live in action am besten.

Dennoch kann und sollte man zu jeder Zeit im Bewerbungsverfahren mit Soft Skills punkten. Zu den Soft Skills gehören auch alle persönlichen Stärken wie zum Beispiel Organisationstalent, Kommunikationsstärke, Einfühlungsvermögen oder Selbstdisziplin. Und diese Stärken sollte man herausstellen und zeigen. Im Gespräch beispielsweise kann man Soft Skills in Bezug auf Kommunikationsstärke beweisen. Aber auch das insgesamt freundliche und aufmerksame Verhalten ist zu den Soft Skills zu zählen und wird vom Gegenüber meistens ebenso „begutachtet“, wie ein Zeugnis.


Welche Soft Skills im Ausbildungsbetrieb besonders wichtig sind

Eigentlich lassen sich alle positiven Charaktereigenschaften unter den Begriff Soft Skills fassen. Einige davon sind vor allem in einem Ausbildungsbetrieb wichtig. Im Arbeitsleben besonders wichtig ist die Team-, Kontakt und Kommunikationsfähigkeit. Denn die entscheidet darüber, wie man im Team klar kommt, wie man mit Kollegen und Vorgesetzten auskommt und all das steht in engem Zusammenhang mit dem Betriebsklima.

Wenn man sich fragt, welche Soft Skills gut im Betrieb ankommen, kann man sich auch fragen, was denn allgemein im menschlichen Miteinander wichtig ist. Da kommt man dann beispielsweise auf Verlässlichkeit, Toleranz oder Einfühlungsvermögen. Klar, dass das auch in jedem Betrieb wichtige soziale Fähigkeiten bzw. Soft Skills sind.

Es kommt Betrieben aber nicht nur auf Soft Skills an, die in Bezug zu anderen Menschen stehen. Auch die Eigenschaften, die den einzelnen Menschen betreffen, können für Betriebe wichtige Soft Skills sein. Dazu gehören Belastbarkeit, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein, Motivation oder Selbstständigkeit.