Der Wunschberuf im Interview

Heute live im Interview: Wunschberuf

In Berufsprofilen kann ja viel stehen – wer weiß, wie es den Azubis wirklich ergeht? Das ist eine berechtigte Frage und es gibt eine Möglichkeit dieser Frage nachzugehen. Nämlich durch ein Interview in dem man Azubis einfach direkt fragt.

Interview

Bevor man eine Ausbildung beginnt, sollte man soviel wie möglich über diese Ausbildung und den Beruf wissen. Dabei ist die Recherche über den Wunschberuf eine erste sinnvolle Maßnahme. Berufsprofile liefern Daten und Fakten. Doch selten ist es möglich, über solche Berufsprofile zu erfahren, wie der Beruf tatsächlich in der Realität aussieht. Wie geht es den Azubis, die in diesem Beruf eine Ausbildung machen? Wie sieht der Alltag in diesem Beruf aus? Solche Fragen bleiben in Berufsprofilen und Ausbildungsberatungen meistens unbeantwortet. Also wie wäre es die unbeantworteten Fragen einfach selbst zu stellen?


Wen lade ich ein zum Ausbildungs-Kreuzverhör?

Die besten verlässlichsten Informationen für einen Ausschnitt aus der Realität einer Ausbildung oder eines Berufes, sind natürlich die aus erster Hand. Also eignen sich als Interviewpartner all diejenigen, die gerade so eine Ausbildung machen, wie sie einem selbst vorschwebt und natürlich auch diejenigen, die schon fertig sind. Wer so jemanden kennt, der sollte sich nicht scheuen, die Fragen zu stellen, die einem unter den Nägeln brennen.

Informationsveranstaltungen und Tage der offenen Tür aber auch Messen sind eine gute Gelegenheit, um mit Auszubildenden ins Gespräch zu kommen oder Mitarbeiter zu interviewen.

Auch im Internet gibt es Interviews von Azubis. Dabei sollte man aber im Hinterkopf behalten, auf was für einer Plattform das Interview bereitgestellt wird. Präsentiert ein Unternehmen seine Auszubildenden? Ist es eine Info-Seite über Ausbildungen auf der Azubis zu Wort kommen? Ist es ein Forum, wo sich ausgetauscht wird? Klar ist, dass je nachdem, die Aussagen sehr unterschiedlich ausfallen werden. Gerade die angeblichen Interviews auf Firmenseiten haben selten etwas mit der realistischen Einschätzung der Azubis zu tun.


Für die Mutigen – Interview in Eigenregie

Wenn durch diese Maßnahmen noch niemand für ein Interview gefunden werden konnte, gibt es noch die Möglichkeit, sich selbst ganz aktiv einen Interviewpartner zu suchen. Nämlich an den entsprechenden Berufs(fach)schulen. Eine Möglichkeit: die Azubis einfach am Schultor abfangen und auf diese Weise jemanden suchen, der einen ein bisschen was aus seinem Azubi-Leben erzählt. Oder aber man geht den Weg über das Schulbüro und fragt dort nach, ob ein Kontakt hergestellt werden kann.

Achtung, subjektive Meinung

Einen Azubi über seinen wahren Berufsalltag zu interviewen kann wichtige Erkenntnisse liefern, die in keinem Berufsprofil nachzulesen sind. Aber dabei sollte man nie vergessen, dass es sich um eine subjektive Meinung handelt. Vor allem extremere Aussagen sollte man mit einer gewissen kritischen Distanz betrachten. Nicht jeder nimmt alles auf dieselbe Art und Weise wahr. Außerdem kann es sich um einen besonders glücklichen oder eben auch einen besonders pechbeladenen Einzelfall handeln. Solche Sachen sollte man nicht vergessen, bevor man seine Ausbildungsentscheidung von einem Interview abhängig macht.

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