Frauen und Männerberufe?!

Typisch Mädchen, typisch Junge?

Frauen sitzen am Schreibtisch und Männer stehen in der Werkstatt? Das muss nicht immer so sein. Obwohl es immer noch die typischen Mädchen- und Jungenberufe gibt, wählen besonders junge Menschen auch untypische Ausbildungen.

Trotzdem wird es Klischees wohl immer geben. So sind besonders die handwerklichen und technischen Berufe immer noch eine Männerdomäne, während Friseurin und Sekretärin immer noch als ‚typisch Frau‘ gelten. Eigentlich schade, denn viele Frauen sind praktisch sehr begabt und genug Männer haben eine kreative Ader.

Deshalb gibt es auch immer mehr Projekte und Veranstaltungen auf Berufsmessen, in Schulen und von der Agentur für Arbeit, aber auch von vielen Unternehmen, die jungen Menschen helfen sollen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Denn viele Vorbehalte treffen gar nicht zu.


Mädchenberufe?

Als ‚typisch Mädchen‘ gelten auch heute noch Berufe, wie medizinische Fachangestellte, Kosmetikerin, Rechtsanwaltsfachangestellte, Friseurin und Gestalterin für visuelles Marketing. Diese Ausbildungen haben entsprechend auch einen Frauenanteil von über 80 Prozent. Gründe warum sie als untypisch für Männer gelten, gibt es viele. Oftmals ist es historisch begründet.

Warum sich dieses Bild im Laufe der Zeit kaum geändert hat, hängt oft mit den Vorbehalten junger Männer zusammen. Zum Beispiel fürchten viele um ihre Anerkennung im Freundeskreis, wenn sie einen untypischen Beruf ergreifen. Auch die leider immer noch schlechtere Bezahlung in ‚Frauenberufen‘ spielt sicher oft eine Rolle.

Jungenberufe?

Ähnlich wie bei den Mädchenberufen ist auch die Dominanz der Männer in einigen Berufsbildern historisch begründet. Als ‚typisch Junge‘ werden zum Beispiel die Berufe Tiefbaufacharbeiter, Elektroniker, Dachdecker, Kraftfahrzeugmechatroniker und Glaser bezeichnet. Sie haben einen Männeranteil von über 80 Prozent.

Obwohl immer mehr Mädchen auch diese Branchen für sich entdecken, gibt es oft Unsicherheiten. Viele junge Frauen haben Angst, dass sie von ihren männlichen Arbeitskollegen nicht anerkannt werden, oder sich in ihrem Beruf nicht behaupten können.

Girls‘ Day – Zukunft für Mädchen und Jungen

Um diese Klischees zu lösen gibt es viele Veranstaltungen und Projekte, die Mädchen und Jungen dazu bewegen wollen, ihren Beruf nach ihren Talenten und Vorlieben, und nicht nach Klischees auszusuchen. Dazu gehört auch der Girls‘ Day, der seit 2001 einmal im Jahr für junge Schülerinnen veranstaltet wird. Ziel ist es, den Mädchen einen Einblick gerade auch in untypische Berufe zu ermöglichen, und so ihr Interesse zu wecken.


Aber auch die Jungs kommen am Girls‘ Day nicht zu kurz. Denn wie für die Mädchen gibt es für sie es an diesem Tag ebenfalls viele Projekte, bei denen sie ihre Stärken und Vorlieben entdecken können – auch wenn diese nicht ‚typisch Jungs‘ sind.

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