Der Lebenslauf

Der Lebenslauf - das Leben auf zwei Seiten

Der tabellarische Lebenslauf ist das Kernstück der Bewerbungsmappe. Er gewährt Arbeitgebern einen schnellen Überblick über das bisherige Leben des Bewerbers – auch wenn das bisher noch nicht so lang ist.

Ausbildung, Bewerbung, Lebenslauf

Ein tabellarischer Lebenslauf, auch Curriculum Vitae oder kurz CV genannt, ist mit dem Anschreiben zusammen, der wichtigste Teil der Bewerbung. Hier stehen alle Informationen zu den Qualifikationen und Fähigkeiten eines Bewerbers. Daher ist es besonders wichtig, den Lebenslauf gut strukturiert und übersichtlich zu gestalten. Der Lebenslauf ist nach dem Bewerbungsschreiben die Visitenkarte, die dem Arbeitgeber vermitteln soll, wer man ist, was einen auszeichnet und was man will.


Form des Lebenslaufs

Der Lebenslauf liegt oben in der Bewerbungsmappe vor den Zeugnissen. Davor befindet sich nur gegebenenfalls das Deckblatt mit Foto. Gibt es kein Deckblatt, gehört das Bewerbungsbild auf den Lebenslauf selbst (in der Regel oben rechts). Beim Gestalten des Lebenslaufes ist es hilfreich individuell und kreativ zu sein, um sich von der Masse abzuheben. Allerdings gilt immer: Weniger ist mehr und Einheitlichkeit ist wichtig.

Auch der Lebenslauf sollte auf das Unternehmen abgestimmt sein und die für die berufliche Tätigkeit wichtigen Informationen sollten hervorgehoben werden. Zu beachten ist zudem, dass er immer mit aktuellem Datum versehen und unterschrieben wird. Die Formulierungen sollten kurz und prägnant sein. In der Regel ist eine Seite ausreichend. Mehr als drei sollten es aber auf keinen Fall werden.

Gängige Rubriken und andere Pflichtfelder

Am Beginn des Lebenslaufes stehen normalerweise die „Persönlichen Angaben“: Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Familienstand. Der gängige, tabellarische Lebenslauf ist thematisch und – innerhalb der Themen chronologisch – also nach Datum gegliedert. Je nachdem, wie viel Arbeitserfahrung der Bewerber hat und wie lang der Lebenslauf schon ist, kann entweder mit der Ausbildung oder der Arbeitserfahrung begonnen werden. Weitere, Standard-Felder sind: Computerkenntnisse, Sprachkenntnisse, Auslandserfahrung und Hobbys.

Kommt der Bewerber direkt von der Schule, sollten  die wichtigsten Schulstationen (z.B. Jahre, Name Grund- und Hauptschule und Abschluss) aufgelistet werden. Damit der Lebenslauf nicht zu spärlich ausfällt, ist es ratsam, eine Rubrik "Praktische Tätigkeiten" einzubauen. In diesen kann beispielsweise im Rahmen der Schule gemachte praktische Erfahrungen, wie Projekte oder Auslandsaufenthalte angeführt werden. Ansonsten gehören auch Nebenjobs oder freizeitliches Engagement wie Ehrenämter unter diese Rubrik.


Was sonst noch wichtig ist

Manche Angaben im Lebenslauf muss der Bewerber nicht, oder nicht zwangsläufig machen. Das gilt beispielsweise für den Beruf der Eltern oder die Konfession. Natürlich sollten solche Daten genannt werden, wenn sie für die Bewerbung von Vorteil sein könnten. Auch die Staatsangehörigkeit ist nur zwingend in den persönlichen Daten des Curriculum Vitae zu erwähnen, wenn der Bewerber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder eine doppelte Staatsangehörigkeit hat.

Krankheiten sollten nicht erwähnt werden, es sei denn es handelt sich um eine gemeldete Schwerstbehinderung. Dann muss das sogar angeben werden. Eine Schwangerschaft darf verschwiegen werden, weil sie die Jobaussichten oft verringert. Man sollte sich allerdings im Klaren sein, dass sich der Arbeitgeber später hintergangen fühlen könnte. Ähnliches gilt für Kinder. Auch hier ist der Bewerber nicht verpflichtet, Angaben zu machen.

Gibt es Lücken im Lebenslauf, sollte der Bewerber offen und ehrlich sein. Denn spätestens im Bewerbungsgespräch wird der potentielle Arbeitgeber diese zur Sprache bringen.

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