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Schule für Schauspiel Hamburg

Berufsmensch Schauspieler: Ganzkörpereinsatz ist immer gefragt

Schauspieler verkörpern diverse Charaktere in Bühnenaufführungen, Filmen oder Videoclips. Ihre Gestik, Mimik, Körpersprache und Stimme sind die Arbeitsinstrumente des Schauspielers, die sie als ihre eigenen künstlerischen Ausdrucksmittel einsetzen.

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An der Schule für Schauspiel in Hamburg gibt es drei Möglichkeiten, ein Schauspielstudium aufzunehmen. Die erste besteht ganz klassisch in der Aufnahmeprüfung.

Doch auch eine Teilnahme an einem Orientierungskurs oder am Vorsemester bietet herausragenden Talenten die Chance, zum Studium zugelassen zu werden. Am Ende des Kurses findet ein intensives Gespräch mit den Dozenten statt. Bei erfolgreicher Teilnahme ist die direkte Aufnahme zum Studium möglich, denn das Talent entscheidet. Die Aufnahmeprüfung findet an der Schule für Schauspiel in Hamburg zweimal jährlich statt.

Die aktuellen Termine sind: 27. Juni 2009, 10 Uhr und 21. August 2009, 11 Uhr. Einmal im Monat können aber auch individuelle Prüfungstermine vereinbart werden. Diese Termine können an der Schule für Schauspiel im Sekretariat erfraget werden.

Die formalen Voraussetzungen für die Ausbildung sind: Eine abgeschlossene Schulausbildung Die angehenden Schauspieler sollten nicht jünger als 18 Jahre und in der Regel nicht älter als 26 Jahre sein. Dies variiert aber von Schule zu Schule.

Wer nun die Hürde der Aufnahmeprüfung geschafft hat, hat trotzdem keine Zeit, sich auszuruhen: Die Ausbildung zum Schauspieler ist sowohl mental als auch körperlich anstrengend.

Alleskönner

In vielen Fächern müssen die Darsteller geschult werden, schließlich sollen sie jede mögliche Rolle so flexibel und gut wie möglich interpretieren und darstellen können. Schminken steht bei den meisten auch auf dem Stundeplan: Ob Gruselshow oder Märchenstunde, die Figur sollte bis ins letzte Detail authentisch sein.

Ob Stimmbildung, Sprecherziehung, Gehörbildung oder Atemtechnik – ob Gesang (Chanson, Bühnenlied), Sprechimprovisation, Mikrofonsprechen oder Synchronsprechen, Maskenspiel, Tanz in allen möglichen Variationen – ein Schauspieler sollte wie ein Chamäleon sein und sich der neuen Rolle und Situation genau anpassen können.

Eigene Lebenserfahrung ist bei Schauspielern auch vorteilhaft, denn so können gewisse Situationen echt und realistisch nachvollzogen werden. Gute Beobachter sind Schauspieler alle mal, denn dies gehört auch zu ihren Recherchevorbereitungen auf eine neue Rolle.

Der Aufbau der Schauspielausbildung an der Schule für Schauspiel in Hamburg sieht folgendermaßen aus:

1. Studienjahr (Semester 1 und 2)
Grundlagen des schauspielerischen Handwerks
Training von Körperausdruck und Konzentrationsfähigkeit
Stimmbildung
Improvisationstraining
Grundlagen der Schauspieltechniken nach Stanislawski und Grotowski sowie der Stimmbildungstechnik nach Linklater 
Am Ende des Schuljahres gibt es ein ausführliches Feedback der Dozenten, das über die Weiterführung des Studiums entscheidet. 

2. Studienjahr (Semester 3 und 4)
intensives Szenenstudium:
szenische Technik und szenischer Aufbau
Erarbeitung von Szenen aus Shakespeare-Komödien
Erarbeitung von Zweier- und Dreierszenen
Erarbeitung von großen klassisch-dramatischen Szenen
Sprechtechnik und Gesang
Als Abschluss des 4. Semesters: Produktion einer Komödie

3. Studienjahr (Semester 5 und 6) 5. Semester: Musikproduktion oder Liederabend Vorbereitung auf die Abschlusspräsentation Rollenrepertoire, Lieder und Sprechtexte 6. Semester: Wahl der Abschlussart Bühnenreife oder Filmabschluss Bühnenreife Erarbeitung des Vorsprechrepertoires und der Abschlussinszenierung Filmabschluss Erarbeitung eines Demotapes/Kurzfilms 

Mit Auswendiglernen ist es nicht getan

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Um eine Rolle überzeugend darzustellen, ist es für Schauspieler mit dem reinen Auswendiglernen nicht getan. Häufig gibt es auch keine exakte Textvorgabe, dann müssen die Schauspieler improvisieren, so wie es im Hamburg Dungeon der Fall ist.

Drehbücher eignen sie sich mit viel Disziplin bereits zu Hause an. Dabei haben die Schauspieler sich aber auch mit historischen oder sozialen Hintergründen vertraut zu machen und ihre Rolle im Kontext der Handlung und der anderen dort auftretenden Figuren zu analysieren. Um überzeugend zu wirken, müssen sie in ihren Figuren aufgehen. Das verlangt von ihnen ebenso psychologisches Einfühlungsvermögen wie die Fähigkeit, sich von der Figur wieder zu distanzieren.

Theater

Am Theater entwickeln Schauspieler zusammen mit dem Regisseur die Rollencharaktere. Das ist schwierig, weil die Regie ihr ganz eigenes Interpretationskonzept für eine Rolle hat und der Schauspieler auch die eigene Persönlichkeit in der Rolle inszeniert. Täglich wird geübt, mehrmals einzelne Dialoge, Szenen oder Bilder, dann ganze Akte und schließlich das ganze Stück in sogenannten Durchläufen. Stimmen Gestik und Sprechweise? Auch der Umgang mit Requisiten wie verlangt Routine. Auf die technischen Proben, Haupt- und Generalprobe folgen die Premiere und viele Auftritte.

Film

Bei Film und Fernsehen richten sich die Arbeitsabläufe nicht nach der Handlung, sondern nach dem Drehplan, dessen Zeit meistens knapp bemessen ist. So spielen Schauspieler unabhängig von der zeitlichen Folge der Handlung alle Szenen, die an einem Ort stattfinden. Dafür müssen sie sich auch unter Zeitdruck flexibel in die jeweilige Stimmung der einzelnen Szene hineinversetzen und improvisieren können. Die Schauspieler sehen meisten den kompletten Film – alles Szenen in der richtigen Reihenfolge – erst bei der Premiere.

Ein noch engeres Zeitkorsett haben Schauspieler beim Dreh von Fernsehserien und Telenovelas. Die tägliche Ausstrahlung hat noch weniger Zeit für Proben.

Und sonst?

Ausbildung, Schauspieler am Theater

Der Beruf Schauspieler ist ebenso aufregend wie anstrengend: Am Theater spielen Schauspieler meistens in den Abendstunden sowie an Sonn- und Feiertagen. Beim Film müssen sie sich nach dem Drehplan richten und immer dann am Set erscheinen, wenn Licht oder Wetter stimmen. Schauspieler sind mobil, denn sie wechseln ihre Arbeitsorte genauso oft wie ihre Rollen.  Häufig bekommen sie auch Engagements in Shows wie zum Beispiel im Hamburg Dungeon, wo die Darsteller Gruppen teilweise im sieben-Minuten-Takt bespielen. Außerdem sollten sie auch ihre Freizeit dazu verwenden, um ihr kreatives Potenzial und schauspielerisches Talent auszubauen. Häufig lernen sie. Fremdsprachen oder üben das Spielen neuer Musikinstrumente ein.

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