Ausbildung in Deutschland

Ausbildung: Fragen und Meinungen zum Dualen System in Deutschland

Welchen Beruf soll ich bloß lernen? Welche Ausbildung hat überhaupt Zukunft? Diese Fragen stellen sich viele angehende Azubis in Deutschland. Sicher ist: Eine Ausbildung sichert nicht nur die eigene Zukunft, sondern auch die von Land und Gesellschaft.

Berufsbildung in Deutschland

Eine duale Ausbildung eröffnet den Einstieg in die Berufswelt. Das deutsche Ausbildungssystem hält dabei nicht nur zahlreiche Berufsmöglichkeiten in allen Branchen und Sparten bereit, sondern steht auch für verlässliche Organisation und Qualität. Nach der Ausbildung und mit entsprechender Berufspraxis können Azubis in Deutschland das effiziente und strukturierte Weiterbildungssystem der Wirtschaft absolvieren. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) schaffe sie eine Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft, wobei alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten. 


Lernen in Betrieb und Schule = Lernen sozialer- und Fachkompetenz?

„Der Betrieb vermittelt Qualifikationen und die Schule vermittelt das Leben in der Gesellschaft“, so Bernd Nürnberg, Schulleiter der Bergiusschule in Frankfurt am Main. „Die Wirtschaft sitzt ja mit im Boot, daher ist die Ausbildung in Deutschland vorteilhaft“, meint Stefan Eckhard, Verantwortlicher für die Chemielaborantenausbildung bei Provadis.

Auch die Prozessmanagerin Nina Reitz, Fraport AG, unterstützt eine Ausbildung in Schule und Betrieb, denn „Azubis sind nicht nur Theoretiker. Während der Praxisphase im Betrieb, können sie Einblick in das Unternehmen bekommen und sich dem Unternehmen auch anpassen.“ Der Senior Category Manager der Fraport AG Christian Sültemeyer erklärt: „Die Mischform von Theorie und Praxis macht die Auszubildenden zu wertvollen Arbeitnehmern. Theorie allein nützt nicht so viel, denn sie sollen auch gut in der Praxis sein.“

Die duale Ausbildung in Deutschland - Schritt in die Zukunft?

Ergebnisse einer Befragung von Jugendlichen in Abgangsklassen in Deutschland zu ihren zukünftigen Chancen bei beruflichen Zielvorstellungen zeigen, dass die duale Ausbildung als erfolgversprechend empfunden wird. Viele der Befragten sind davon überzeugt, dass sie grundlegende Ziele während einer dualen Ausbildung in Deutschland verwirklichen können – beruflich wie auch sozial.

„Durch Qualitätskontrolle ist eine gesellschaftliche Akzeptanz gesichert. Auch die Weiterbildung von Lehrkräften und lebenslanges Lernen ermöglichen eine gute Qualität der einzelnen Ausbildungslehrgänge.“ Eine Qualitätskontrolle garantiert die Anpassung der Ausbildung an die modernste Technik sowie eine aktuelle Anpassung an Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland.


Wie qualifiziert ist das Ausbildungspersonal in Deutschland?

„Unsere Lehrer respektieren uns. Es ist immer harmonisch, auch wenn sie manchmal streng sind. Wir lernen immer die aktuellsten Themen“, erklärt Robert Zimn, Auszubildender Chemielaborant, Sanofi-Aventis.

„Auch wir müssen uns weiterbilden, didaktisch sowie methodisch. Unsere Azubis spiegeln unsere Lehrkraft wieder“, meint Ilga Schnitte, Berufsschullehrerin der Bergiusschule  Frankfurt am Main.

Eine deutsche Ausbildung auch international?

„Für Azubis ist es noch nicht so selbstverständlich wie für Studenten, ins Ausland zu gehen. Aber immer häufiger lassen sich nun auch Lehrlinge international ausbilden. Der Markt wird eben immer internationaler“, so Otto Schliedermann, Handwerkskammer Braunschweig.

Ein Grund für die wenigen Azubis im Ausland, sind die unterschiedlichen Ausbildungssysteme, die sich noch recht schwer aufeinander abstimmen lassen. Das Duale System in Deutschland beispielsweise ist in anderen Ländern nicht üblich.

Momentan beliebt: Steinmetzausbildung in Italien und deutsch-türkischer Austausch in Ausbildungsbetrieben.

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